19 Juni 2006

Umfrage der "Respect Research Group" an der Uni Hamburg



Die Forschungsgruppe "RespectResearchGroup" an der Universität Hamburg startet momentan eine große Online-Studie, die dazu dient, die für Personen in Unternehmen relevanten Fragen werte-bewußter Führung wissenschaftlich auszuarbeiten und zu fundieren.

Wir unterstützen dieses Projekt - daher hier die Bitte, dass sich möglichst viele an der Umfrage beteiligen!

Die Umfrage ist unter http://umfrage.respectresearchgroup.org/ zu erreichen.

Die Beantwortung des Fragebogens dauert ca. 30 Minuten. Die Befragungsergebnisse werden absolut anonym erhoben, Firmennamen bzw. Personennamen werden nicht abgefragt. Die Ergebnisse der Studie werden auf Wunsch zurückgemeldet.

Unter den Teilnehmern werden zudem 20 Amazon-Gutscheine im Wert von je 25 Euro verlost. Für Fragen zu dem Projekt oder zu der Studie steht Ihnen Herr Dipl.-Psych. Tilman Eckloff gerne zur Verfügung.

Im Posteingang...

...landete jetzt eine Einladung zur Tagung "Werte und Verantwortung von Eliten in Wirtschaft, Wissenschaft und Politik" am 22. Juni von 17 - 20 Uhr in Bonn. Veranstalter ist das "Grundwerteforum 21" der Friedrich-Ebert-Stiftung.

Aus unserer Sicht besonders interessant dürfte der Vortrag von Prof. Dr. Jürgen Kocka vom Wissenschaftszentrum Berlin sein - er spricht zum Thema "Die Verantwortung der Eliten - Spielraum und Zwänge in der Gesellschaft."

Die Tagung wird hier als Livestream übertragen - an der Diskussion vor Ort wird man sich auch per e-mail über das Netz beteiligen können.

Das komplette Programm steht hier.

16 Juni 2006

"Capital" zur Führungskräftebefragung


Neue Unterstützung für die Führungskräftebefragung 2006 der Wertekommission: Die Zeitschrift "Capital" berichtet über die Umfrage und empfiehlt ihren Lesern und Usern die Teilnahme.

Wertekommission - Initiative Werte Bewusste Führung e.V. und das iaw-Köln starten Umfrage zum Status der Werte-Kultur

Berlin, 15. Juni 2006 - Die seit gut einem Jahr etablierte "Wertekommission - Initiative für Werte Bewusste Führung e. V." fordert alle Fach- und Führungskräfte auf, sich an der jetzt im Internet unter www.wertekommission.de oder unter www.iaw-koeln.de abrufbaren Umfrage zur Werte-Kultur in deutschen Unternehmen zu beteiligen.

Mit der Umfrage unter dem Motto "Wie menschlich kann erfolgreiche Führung sein" wollen die Initiatoren einen aktuellen Statusbericht erarbeiten, inwieweit Werte elementarer Bestandteil derUnternehmenskultur in Deutschland sind und wie stark sich Führungskräfte bei ihren alltäglichen Führungsaufgaben von Werten leiten lassen.

(der ganze Text der Meldung steht hier).

14 Juni 2006

Was ist Respekt?

Respekt ist einer der sechs Werte, für die wir uns stark machen. Es ist auch ein Wert, der auf ganz verschiedenen Arten definiert werden kann.

Die Stanford Encyclopedia of Philosophy benutzt diese Definition

Jetzt mitmachen! Führungskräftebefragung der Wertekommission

Heute fällt der Startschuss für unsere "Führungskräftebefragung 2006" zum Thema Werte - einem Projekt, das wir gemeinsam mit dem Institut für angewandtes Wissen (iaw) in Köln durchführen.

Wir wollen wissen: Wie leben Führungskräfte ihre Werte im Alltag und im Unternehmen? Und wie gehen sie mit den Spannungsfeldern zwisschen diesen Wertewelten um?

Die Befragung läuft in den kommenden Wochen - hier gibt es den Fragebogen, verbunden mit der Bitte, ihn auszufüllen, was nicht länger als 10 Minuten dauert.

Die Ergebnisse stellen wir im Herbst vor.

Vielen Dank!

13 Juni 2006

Werte?

Rupert Stadler, Finanzvorstand bei Audi, hat für das Buch "Was uns wichtig ist" einen Beitrag geschrieben - hier ist er:

"Nach der Rechtschreibreform nun eine Wertereform? Reformen und Kommissionen hatte unser Land in den letzten Jahren nun wirklich genug. Was wir nun insbesondere in Deutschland – und dies gilt gleichermaßen für Europa – brauchen, sind Mut zur Veränderung und die Bereitschaft,
damit bei sich selbst zu beginnen. Hier klaffen Denken und Handeln noch weit auseinander.

Möglicherweise haben uns boomende Geschäftsjahre Ende der neunziger Jahre einige Wachstumsstrategien verkauft, die viel »heiße Luft« und allzu oft wenig Substanz produzierten. Dennoch haben wir daran geglaubt und versucht, damit Geld zu machen, um den eigenen Wohlstand zu mehren. Jeder Einzelne war auf seine Art glücklich, weil er das Gefühl hatte, teilzuhaben. Ob über Aktiengewinne, Lohnerhöhungen oder Urlaubsgelder – das System funktionierte.

Dies gab den Einzelnen zwar scheinbare Sicherheit, aber zeitgleich entstand ein Realitätsverlust, der die schleichende Gefahr einer zunehmenden Globalisierung in weite Ferne rückte. In diesen Phasen sind Werte eher eine Nebensache. Anders reagiert der Mensch, wenn Arbeit knapp wird, der Lebensstandard bedroht ist und Zukunftsperspektiven fehlen. Mit genau diesen Gefühlen, Sorgen und Risiken beschäftigt sich unsere Gesellschaft derzeit über Gebühr. Man überreagiert. Auf einmal wird der Osteuropäer, der bereit ist, für geringes Geld unseren Spargel zu stechen oder den Hopfen zu ernten, zum Feindbild und dies obwohl jedes Wochenende seitenweise mit Stellenanzeigen geworben wird. Politiker haben oft nicht den Mut, die Wahrheit zu sagen, oder gestalten zumindest den Prozess nicht offen genug, um ihn für die Betroffenen nachvollziehbar zu machen. Berechenbarkeit und glaubwürdige Kommunikation
sind in diesen Zeiten das A und O.

Unternehmer reagieren auf den zunehmenden Druck der Globalisierung, handeln mutig und zielstrebig und werden dafür als Turbokapitalisten oder gar als Heuschreckenplage abgebürstet.
Schade daran ist, dass vereinzelt schlechte Beispiele durch die mediale Massenwirkung zu einer Beschädigung einer Berufsgruppe führen, die sie nicht verdient hat. Wenn geeignete Rahmenbedingungen fehlen, braucht man sich über »Ursache und Wirkung« nicht zu wundern.
Im Grunde verdeutlichen Unternehmer mit ihrem Mut für zum Teil unpopuläre Entscheidungen nur, dass eine Freizeitgesellschaft ohne ausreichendeLeistung nicht funktioniert. Soziale Verantwortung heißt eben nicht, dass alles beim Alten bleiben kann! Dieses Wahrnehmungsproblem haben wir schleunigst zu lösen.

Wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass Entfernungen kleiner werden, die Veränderungsgeschwindigkeit ein rasantes Tempo vorlegt und andere Märkte und Gesellschaften hungriger auf bessere Lebensstandards sind, als wir dies durch eine gewisse Übersättigung sein können.

Wir brauchen wieder eine neue Balance aus Leistung und Zuversicht. Unsere Tugenden müssen reaktiviert werden, um eine Aufbruchstimmung zu erzeugen.

Die Frage ist nur: Wie ?

Und genau auf der Suche nach dem »Wie« traf ich mit einem Team junger Leute aus verantwortlichen Führungspositionen zusammen, die sich bereit erklärt haben, den Tanker Deutschland wachzurütteln, um Perspektiven und Ziele zu formulieren und Aufbruch zu leben. Das Fundament dieser Menschen sind gemeinsam formulierte Werte.

Leistungskultur, unternehmerischer Mut und Vertrauen in die Leistungsbereitschaft und -fähigkeit anderer sind wesentliche Anker dieser Initiative. Für sie alle gilt, nicht das Erzählte reicht, sondern das Erreichte zählt.

Viele Unternehmen erarbeiten mit Hilfe externer Berater Leitlinien und Leitbilder für die Werte, die sie verkörpern wollen. Broschüren werden gedruckt und als Wurfsendung an Mitarbeiter verteilt.

So anonym stelle ich mir ein Wertesystem nicht vor. Zu oft mangelt es nach getaner Arbeit an Authentizität, weil in Prosa gekleideten Begriffen das Lebenselixier fehlt.

Werte werden nur dann Teil einer Unternehmenskultur oder auch Teil einer Gesellschaft, wenn sie in Führungsetagen vorgelebt werden. Man kann nicht »Wasser predigen«, danach »Wein trinken« und sich hinterher wundern, wenn beschlossene Veränderungen im Tagesgeschäft nicht umgesetzt werden.

Menschen brauchen Führung und Vorbilder, an denen sie sich orientieren können. Das bedeutet aber auch, dass man sich daran messen lassen muss. Wir alle werden in den kommenden Jahren lernen müssen, mit harten einschneidenden Entscheidungen umzugehen. Dies stellt vor allem die soziale Verantwortung der Entscheidungsträger auf eine sehr harte Probe. Ohne ein gemeinsames Werteverständnis fehlt dann der Halt, die Einsicht und damit der Erfolg auf Erneuerung sowie eine nachhaltige Zukunftssicherung.

Wir brauchen wieder Mut zu Wettbewerb und Höchstleistung. Bekanntlich ist der Mensch in der Not am kreativsten. Den Fortschritt aber verdanken wir wie immer den Nörglern. Denn
zufriedene Menschen scheuen Veränderungen.

Helmut Maucher beim 17. Werteforum am 26. September




Am 17. Werteforum der Wertekommission am 26. September 2006 in Eschborn bei Frankfurt wird nun auch Nestlé-Ehrenpräsident Helmut Maucher teilnehmen.

Helmut Maucher wurde 1927 in Eisenharz im Allgäu geboren. Fachabitur nach dem Krieg, kaufmännische Lehre bei Nestlé in Eisenharz. Und dann langsam, aber stetig der Aufstieg – zunächst an die Spitze von Nestlé Deutschland, danach an die Spitze des Nestlé-Verwaltungsrates in Vevey, Schweiz. Von 1981 bis 2000 baute Maucher den Schweizer Nahrungsmittelkonzern zum echten Multi aus. 2004 machte das Unternehmen mehr als 56 Milliarden Euro Umsatz.

Wer sich einlesen möchte, findet in diesem Interview mit Gabriele Fischer viel Interessantes.